Folgende Fortbildungen haben wir für Sie geplant

 

 

 

 

20. November 2020 - Freitag 15.00 - 21.00 Uhr

und 21. November 2020 - Samstag 9.30 - 18.00 Uhr                                                             220€ (für Alumni 130€, für IGB Mitglieder 70€)

 

Personzentrierte Trennungs- und Scheidungsberatung

 

Tagungsort: Ludwig-Raiser-Saal, Evang. Kirchenpflege, Stuttgart-Bad Cannstatt

 

Wer es in der Beratung mit getrennten Eltern zu tun bekommt, kennt das Phänomen: Eigentlich soll es nur darum gehen, gute Absprachen zu treffen, um den gemeinsamen Kindern die Veränderung ihrer Lebenssituation zu erleichtern und unvermittelt mutieren ruhige, sympathische Väter und Mütter zu wilden Kampfhähnen bzw. -hühnern und möchten uns zu Schiedsrichtern oder sogar Zuschauern in ihrer Arena der Streitigkeiten machen. Im Seminar werden wir versuchen, dieses Hochkonfliktverhalten aus personzentrierter Perspektive genauer zu verstehen und daraus eine hilfreiche Beratungshaltung zu entwickeln. Es wird Gelegenheit geben, diese im Rollenspiel in unterschiedlichen Settings zu erproben, sowie sich mit eigenen Trennungserfahrungen auseinanderzusetzen. Anregungen zur Gestaltung guter Rahmenbedingungen für die effektive Beratung und diagnostische Überlegungen runden das Seminar ab.

 

Literatur zum Einlesen:

Ritzenhoff, A. (2019). Personzentrierte Trennungs- und Scheidungsberatung: Theorie und Intervention. In: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 1/19; S. 8-14.

Weber, A. & Ritzenhoff, A. (2018). Diagnostisches Schema der Elternfunktionalität in der gerichtsverwiesenen Beratung. In: informationen für Erziehungsberatungsstellen 3/18; S. 14-21.

 

Referent:

Andreas Ritzenhoff, seit 1995 GwG-Mitglied, Diplompsychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Gesprächspsychotherapeut (GwG), Mediator (BAFM), Erziehungs- und Familienberater (bke) und tätig in der Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Stadt Oldenburg und in eigener psychotherapeutischer Praxis in Oldenburg.

 

 

11. Juni 2021 - Freitag 15.00 - 21.00 Uhr

und 12. Juni 2021 - Samstag 9.30 - 18.00 Uhr                                                             220€ (für Alumni 130€, für IGB Mitglieder 70€)

 

„Ich bin mutig und stark.“ Kindliche Bedürfnisse als Wegweiser der Personzentrierten Spieltherapie. 

Tagungsort: Ludwig-Raiser-Saal, Evang. Kirchenpflege, Stuttgart-Bad Cannstatt

 

Die Personzentrierte Spieltherapie eröffnet den Mädchen und Buben einen Schutz- und Möglichkeitsraum, um im Spiel und in der Interaktion mit uns ihre intrapsychischen Themen auszudrücken, zu klären und neue Möglichkeiten des Wahrnehmens, des Denkens, des Sprechens und des Handelns zu aktivieren. Im Spiel inszeniert das Kind sein inneres Erleben und aktualisiert seine Selbstverwirklichungstendenz. Folgen wir dieser Sichtweise, so kann das reale und symbolisierte Beziehungs- und Spielgeschehen des Kindes als Bedürfnisäußerung verstanden werden. Die Aktualisierungstendenz, als Axiom des Personzentrierten Ansatzes, ist bezogen auf die Spieltherapie keine bloße Abstraktion, sondern sichtbarer Ort der biopsychosozialen Grundbedürfnisse und des Entwicklungsstrebens des Kindes. Als professionelle Spielversteher und Spielversteherinnen müssen wir uns fragen, welcher ‚Katalog an Grundbedürfnissen‘ theoretisch vermutet wird und wie sich dieser im Spiel abbildet.

  • Ein 5jähriges Mädchen kann sich im Kaufladen hinter der Theke stehend sicher fühlen und die Gewissheit haben, einen geschützten Platz zu haben und in kontrollierter Distanz zur Spieltherapeutin sich bewegen.
  • Ein 5jähriges Mädchen kann sich im Kaufladen hinter der Theke stehend mächtig fühlen und aus der Fülle der Waren entscheiden, welche es wie verkauft: Beispielsweise weist es die Spieltherapeutin an, in ihrer Rolle als Einkäuferin zu betteln und zu flehen, um dann doch eventuell nichts zu bekommen.
  • Ein 5jähriges Mädchen kann im Kaufladen hinter der Theke stehend neugierig sein und die Klingelkasse, die Waren und das einkaufende Gegenüber lustvoll erforschen.

Paul Moor (1965) empfahl für die heilpädagogisch-therapeutische Arbeit mit Kindern: „Nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende.“ Folgen wir diesem Wegweiser, sind wir Bündnispartnerinnen und Bündnispartner für die Bedürfnislagen der Mädchen und Buben. Gebettet in die sichere, sich tragfähig entwickelnde Beziehung zu uns sowie das freie Spiel ermöglichen wir dem Kind in der Personzentrierten Spieltherapie eine Selbstaktualisierung durch neue, emotional korrigierende und nachnährende Erfahrungen entlang der Bedürfnisse der Kinder.

Das Thema der ‚Bedürfnisorientierung‘ entwickelt sich durch das Pendeln zwischen dem, was ich im Spiel- und in der Beziehungseigenart des Kindes erkenne und verstehe (Verstehensmöglichkeit), und dem, wie ich auf verbaler bzw. symbolischer Ebene antworten kann (Interventionsmöglichkeit).

 

Referentin:

Steffi Jofer-Ernstberger (geb. 1973) ist Heilpädagogin (staatlich anerkannt & B.A.) und Erwachsenenbildnerin (M.A.). Die Personzentrierte Spieltherapie setzt sie in eigener Praxis seit 2006 um, ist GwG-Kursleiterin für Personzentrierte Beratung mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien (z.B. an der Europäischen Akademie für Heilpädagogik), des Weitern ist sie hauptamtliche Dozentin an der Fachakademie für Heilpädagogik der Akademie Schönbrunn (Bayern) und dort u.a. für die Personzentrierte Spieltherapie und für die Traumapädagogik verantwortlich.

 

Teilnahmebedingungen 

 

Anmeldung

Für alle Veranstaltungen erbitten wir eine schriftliche Anmeldung bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung. Sie können den Anmeldevordruck aus dem Downloadbereich benutzen oder eine E-Mail an Michael Behr (michael.behr@igb-stuttgart.de) mit allen erforderlichen Angaben (Name, Anschrift, Telefonnummer, Beruf) schicken. In der Mail muss der Satz "Die Teilnahmebedingungen erkenne ich an" aufgeführt werden.

Nach der Anmeldebestätigung erhalten Sie eine Rechnung über die Veranstaltungsgebühr. Diese bitten wir durch Überweisung zu begleichen. Unterkunft ist nicht in der Teilnahmegebühr enthalten. Die zweitägigen Fortbildungen gelten als Einheit, das heißt wir müssen die gesamte Teilnahmegebühr berechnen, auch wenn Sie nicht an beiden Tagen teilnehmen können. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie eine genau Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort. 

 

Rücktritt

Die Anmeldungen sind verbindlich.

Erfolgt eine Abmeldung innerhalb der letzten 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn, fallen folgende Rücktrittsgebühren an: 

Abmeldung zwischen 4 und 6 Wochen vor der Veranstaltung: 25% der Teilnahmegebühr (mindestens €25,-)

Abmeldung zwischen 3 Wochen und 4 Tage vor der Veranstaltung: 50% der Teilnahmegebühr (mindestens €50,-)

Bei Abmeldung innerhalb der letzten 3 Tage vor der Veranstaltung oder bei Ausbleiben einer Abmeldung wird die volle Kursgebühr erhoben. Wird ein Ersatzteilnehmer oder eine Ersatzteilnehmerin benannt, entfallen die Rücktrittsgebühren.

 

Der Veranstalter ist berechtigt, die Veranstaltung mangels ausreichender Teilnehmerzahl oder aus sonstigen wichtigen Gründen auch kurzfristig abzusagen.

Bereits entrichtete Teilnahmegebühren werden in diesem Fall in vollem Umfang erstattet.

Sonstige Schäden im Zusammenhang mit Teilnahme oder Absage werden Teilnehmern grundsätzlich nur erstattet, sofern dem Veranstalter der Vorwurf groben Verschuldens nachzuweisen ist.

 

Für die Veranstaltungen wird Ihnen eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

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